2003-10-15

--- Sam Gardiner, Colonel der US Air Force a.D., hat eine umfassende Studie rund um "Perception Management", "Information Warfare" und "Psychological Operations" der USA während des jüngsten Irak-Kriegs verfasst. Auf der Suche nach "Inkonsistenzen" in den offen verfügbaren Nachrichten und Informationen zum Showdown gegen Saddam Hussein ist er dabei reichlich fündig geworden. My research suggests there were over 50 stories manufactured or at least engineered that distorted the picture of Gulf II for the American and British people. Gardiner verweist u.a. auf die Aufbauschung der von Hussein ausgehenden Gefahr durch die nie gefundenen "Massenvernichtungswaffen" oder die hübsche Geschichte rund um die blonde Jessica Lynch. Seine Zusammenfassung der Ergebnisse verweist auf die wichtige Rolle, welche die Propaganda in dem neuen Golf-Krieg spielte:

The United States (and UK) conducted a strategic influence campaign that:
• …distorted perceptions of the situation both before and during the conflict.
• …caused misdirection of portions of the military operation.
• …was irresponsible in parts.
• …might have been illegal in some ways.
• …cost big bucks.
• …will be even more serious in the future.


Er vermutet, dass die USA es dieses Mal zu bunt getrieben haben mit der informationellen Kriegsführung und beklagt, dass die PSYOPs Teil der "public affairs" wurden (darauf haben es ihrer Macher aber natürlich generell auch ausgelegt). Ausschnitte aus der Studie hat das Magazin U.S. News veröffentlicht, wenig lesefreundlich allerdings in sechs einzelnen PDF-Dateien (Teil 1 gibt es hier)