2003-11-06

--- Manch ein Konzern in Deutschland glaubt, dass er über die Medien richten kann wie er will. So hat in dieser Woche Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack in einem internen Brief der Bahn die Medien mit den Methoden im Dritten Reich verglichen. Hier die DPA-Meldung im Wortlaut:
"„Mit journalistischen Methoden der dreißiger Jahre werden dem Vorstand zweifelhafte oder gar kriminelle Handlungen angedichtet“, hieß es in einem Schreiben des Finanzchefs, das am Dienstag mit seiner Unterschrift im Intranet der Bahn zu lesen war. In dem Brief mit Sacks Unterschrift wird auch die Frage gestellt, ob „in manchen Redaktionsstuben jetzt die Hetze als Ersatz für sachliche Argumente“ gelte. Die Bahn sei „noch nie in den Medien objektiv behandelt“ worden. Zugleich findet sich darin die Klage über „so genannte Journalisten“, denen die „professionelle und menschliche Qualifikation fehlt."
Fakt ist, dass die Bahn AG des öfteren schon bei kritischer Berichterstattung Medien geschnitten und verklagt hat sowie Anzeigen bewusst nicht mehr geschaltet hat. Auch Spiegel Online berichtete inzwischen. Die betroffenen Magazine erwägen jetzt Klagen gegen die Bahn AG.