2004-01-14

"Aufbau Irak" kommt nur schleppend voran

--- An den wichtigen Verbindungsstraßen im Irak häufen sich die liegengebliebenen Lkws der Besatzungsmächte. Denn angesichts des schwelenden Guerilla-Kriegs sind die Chancen, die Versorgungsfahrzeuge wieder flott zu bekommen, gering, schreibt die Financial Times Deutschland: Normalerweise hält eine amerikanische Militäreskorte auf den irakischen Überlandstraßen 15 Minuten, wenn ein Lkw im Konvoi eine Panne hat. Reicht die Zeit für eine Reparatur nicht aus, wird der Laster in die Wüste geschleppt, angezündet und den Schäfern überlassen. ... Den Aussagen von Transportunternehmen zufolge gab es allein in den vergangenen zwei Monaten 500 Angriffe auf zivile und militärische Konvois. ... "Einige amerikanische Unternehmen haben das Land wieder verlassen", sagt Admiral David Nash, der die 18,6 Mrd. $ US-amerikanische Wiederaufbauhilfe verwaltet. Er räumte ein, Sicherheit sei ein Thema und könne die Geschwindigkeit beim Aufbau bestimmen. Vielleicht ist das auch mit ein Grund dafür, dass Bush Irak-Aufträge inzwischen doch zumindest an die kriegskritischen Kanadier mitvergeben will?

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