2004-05-21

US-Bomben platzen in irakische Hochzeitsfeier

--- Nachrichten über unschöne "Kollateralschäden" im Irak kommen zu den ganzen Folterstories auch noch dazu: Bei einem US-Luftangriff auf eine irakische Hochzeitsgesellschaft sind nach Augenzeugenberichten mindestens 41 Iraker getötet worden, unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder. Kampfhubschrauber beschossen zwei Häuser in der Ortschaft Makredib an der Grenze zu Syrien, in denen die Iraker feierten, wie ein Augenzeuge berichtete. Ein Sprecher der US-geführten Koalition bestätigte den Luftangriff, der jedoch mutmaßlichen "ausländischen Kämpfern" gegolten habe. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kritisierte die "exzessive Gewaltanwendung" in Irak. Ursache für den Fehltreffer waren vermutlich die abgegebenen Freudenschüsse aus Anlaß der Vermählung.