2004-06-19

Kopf ab: Blutige Fotos erneut im Web

--- Al-Qaida hat seine Drohung wahrgemacht und den 49-jährigen Amerikaner Paul Marshall Johnson geköpft. Die blutigen Fotos der enthaupteten Leiche kursieren auf den einschlägigen Website der al-Qaida wie al-Battar. Von den westlichen Medien werden sie momentan nicht gezeigt, es bleibt bei Beschreibungen: Auf einem der drei Fotos war ein Kopf zu sehen, der von einer Hand hoch gehalten wird. Auf den anderen Aufnahmen war ein enthaupteter Körper mit gefesselten Händen auf einem Bett zu sehen, der Kopf auf dem Rücken platziert. Das Gesicht ähnelte dem von Paul Johnson. Eine Bestätigung über die Echtheit der Bilder hatte zunächst nicht vorgelegen. Die Geisel war in einen orangenen Anzug gekleidet, der denen der Guantanamo-Häftlinge ähnelte. Skandalblogger Matt Drudge hat da weniger Bedenken und hält die Fotos auf seiner Website parat. Die begleitende Botschaft der Terroristen findet sich in englischer Übersetzung beim Northwest Intelligence Network. Wiederholungen gefallen der Mediengesellschaft aber nicht sonderlich, die al-Qaida wird sich neue Mittel im Bilderkrieg suchen müssen. Allerdings scheint sie in Saudi-Arabien zunächst einmal schwer getroffen zu sein, denn der Chef der Terrororganisation auf der arabischen Halbinsel, Abdulasis al-Mukrin, ist anscheinend bei einem Schusswechsel zu Tode gekommen. Auch die al-Qaida steht damit momentan etwas kopflos da. Mehr zum Thema in der New York Times und in der Washington Post, die beide auch Bushs stereotype Reaktion auf derlei Vorfälle zitieren: In Washington, the killing brought swift criticism from President Bush, who called it a "barbaric" act. "The murder of Paul shows the evil nature of the enemy we face," President Bush said. "There's no justification whatsoever for his murder, and yet they killed him in cold blood. And it should remind us that we must pursue these people, and bring them to justice before they hurt other Americans."