2005-01-18

Rice und die Vorposten der Tyrannei

--- Uff, Deutschland kann aufatmen: Es ist nicht auf der Liste der Tyrannenstaaten verzeichnet, die Bushs neue rechte Hand Condi jetzt herumgereicht hat: Die designierte US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die sechs Staaten Birma, Kuba, Iran, Nordkorea, Simbabwe und Weißrussland als "Vorposten der Tyrannei" in der Welt gebrandmarkt. Die Vereinigten Staaten solidarisierten sich mit den unterdrückten Menschen in diesen Ländern, betonte sie am Dienstag in einem Statement aus Anlass ihrer Anhörung durch den Senat in Washington. Gleichzeitig kündigte die Beziehungen zu den Verbündeten stärken, die wegen des Irak-Kriegs gelitten haben. Also Deutschland vorerst runter von der "Achse des Bösen", mit der uns Rumsfeld vor 2 Jahren noch in Verbindung brachte. Das mit der Tyrannei hört sich ansonsten aber schon recht stark an, da sind die deutschen Unworte des Jahres ("Humankapital", "Begrüßungszentrum") ja nix dagegen.

Wir sind jedenfalls gespannt, was Condi noch so alles von sich gibt in der Zukunft. Ihr Vorgänger Colin Powell fand ja laut Financial Times zumindest in letzter Zeit im Bezug auf das Irak-Desaster klare Worte: According to Chas Freeman, former US ambassador to Saudi Arabia and head of the independent Middle East Policy Council, Mr Bush recently asked Mr Powell for his view on the progress of the war. "We're losing," Mr Powell was quoted as saying. Mr Freeman said Mr Bush then asked the secretary of state to leave. ... Analysts are concerned that with the departure of Mr Powell and his replacement by Condoleezza Rice, the president's loyal national security adviser, the White House will be further shielded from dissent. Mehr zu diesen anhaltenden Realitätsverzerrungen im Weißen Haus in Telepolis.

1 Comments:

At 9:24 nachm., Blogger Marc said...

Warum wollen die USA eigentlich nur gegen die Vorposten kämpfen? Das Hauptquartier dahinter ist doch die Wurzel allen Übels. Soll das etwas heißen, die USA wissen nicht welches Land das ist? ;-)

 

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