2005-07-27

Willkommen im Wahlkampf

--- Langsam geht es los, die Parteien bereiten sich auf den Wahlkampf vor. Dabei wird es vor allem der SPD schwerfallen, für sich zu werben. Davon geht zumindest KNSK-Chef Detmar Karpinski aus. In der FTD erklärt der Werber heute, dass die SPD ihren "Markenkern" verloren hat. "Politische Werbung kann einen Trend oder abschwächen -umdrehen kann sie ihn nicht", sagt er. Wohl auch deshalb konzentriert sich die SPD auf den politischen Gegner, um das Image von Angela Merkel infrage zu stellen. "Merkelsteuer, das wird teuer", heißt es etwa in Anspielung auf die geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung. An der Imagekampagne pro Merkel scheint sich dagegen der Bayerische Rundfunk zu beteiligen, wie der Spiegel Online berichtet. Danach sei in einem Beitrag ein Auftritt von Merkel bei den Bayreuther Festspielen nachbearbeitet worden. Als Merkel dem Volk zuwinkte, soll sich ein Schweißfleck unter der Achsel gezeigt haben - allerdings nur im Original. Der BR zog es dann vor, diesen wegzuretuschieren.
Zugleich hat der Springer-Verlag bekanntgegeben, keine Wahlwerbung der Linkspartei in seinen Publikationen zu drucken. So lange die PDS vom Verfassungsschutz beobachtet werde, gäbe es keine Anzeigen, heißt es.

5 Comments:

At 2:55 nachm., Anonymous Anonym said...

Tja, mittlerweile soll sich der Schwitzfleckentferner als ahnungslose Aushilfe erwiesen haben. So sind es immer die armen Kleinen.
Übrigens scheint es noch einen Fall der "neuen Ehrlichkeit des Weglassens" zu geben. Man findet ihn auf der Titelseite des Online-Magazins Einseitig.info ---> http://www.einseitig.info

 
At 3:02 nachm., Anonymous Thomas Praus said...

Das klingt interessant mit dem Markenkern. Schade, dass der Artikel nicht verlinkt ist. Knsk.com gibt es leider nicht.

 
At 3:07 nachm., Anonymous Thomas Praus said...

Außerdem interessant: KNSK (übrigens http://www.knsk.de) war früher die Werbeagentur der SPD. Jetzt wird vom Leder gezogen, denn die Neuen heißen Butter (http://www.butter.de). Ob da verletzte Eitelkeiten eine Rolle spielen? Außerdem: Kann man einfach eine Marketingtheorie (die nicht einmal eine richtige Theorie ist..) auf eine politische Partei übertragen?

Klar ist, dass die SPD sich im Veränderungssprozess befindet und ganz originär unter dem Wandel in Deutschlands leidet. Klar ist aber auch, dass sie die älteste Partei in diesem Land ist und schon viele Veränderungen durchgemacht hat, die ihre Stärke und Integrationskraft zeigen. Nur mal so..

 
At 3:23 nachm., Blogger ddd said...

Hi, den Link habe ich gerade korrigiert, den Artikel aus der FTD habe ich online leider nicht gefunden.

 
At 3:26 nachm., Anonymous Thomas Praus said...

Schade, dass die FTD ihre Artikel nicht zumindest kurz online stellt. Und außerdem: Onlineagentur der SPD ist übrigens schon seit längerer Zeit A&B.face2net (http://www.face2net). Der Vollständigkeit halber.

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home