2006-08-29

Al-Qaida-Propaganda jetzt auch auf deutsch

--- Dass die Global Islamic Media Front eine Drehscheibe der al-Qaida-Propaganda und eine Schaltzentrale des "Terrorweb" ist, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Wie Spiegel Online berichtet, gibt es jetzt aber auch einen bei Blogger.com gehosteten Ableger auf deutsch mit dem Titel "Globale Islamische Medien-Front", der unter anderem die bekannten Heroenvideos bereithält und Fragen aufwirft:
"Willst du die letzten Videos, Stellungnahmen und Nachrichten der Mudschahidin auf deutsch sehen?" Mindestens seit dem 10. Mai wird in deutschsprachigen islamistischen Internetforen mit solchen Worten Werbung für die "Globale islamische Medienfront" gemacht. Ein Klick auf den mitgeposteten Link, und das Versprechen wird wahr gemacht: Fast alle Nachrichten, die die irakische Filiale des Terrornetzwerks al-Qaida aussendet, lassen sich hier mit nur wenigen Tagen Verzögerung nachlesen - in deutscher Übersetzung. Die aktuellste Übersetzung ist auf den 22. August datiert: "Tötung von 2 Kreuzdienern und Verletzung von 2 weiteren, durch das Zum-Detonieren-Bringen eines Sprengsatzes bei ihrem Hummer-Fahrzeug im Saylo Gebiet, nahe Baqubah, aller Lob und Dank gebührt Allah", heißt es darin. Dass sie wirklich aus Originalquellen stammt, lässt sich nachprüfen: Auf einer auf arabischsprachige Bekennerschreiben aus dem Irak spezialisierten Website findet sich eine entsprechende Eintragung des "Ratgebergremiums der Mudschahidin" in der Tat, jenes Dachverbandes, den Sarkawi gründete und in dem die irakische al-Qaida aufging. Die Übersetzung ist sogar so gut wie wörtlich und stammt offensichtlich nicht von einem Computerprogramm. Insgesamt sind es Hunderte solcher Bekennernotizen, die hier untereinander aufgelistet werden, unterbrochen nur durch eingestreute Fotomontagen zur Verherrlichung des getöteten Irak-Chefs Abu Musab al-Sarkawi und anderer Qaida-Führer. Außerdem haben die Macher der Seite gleich dutzendweise Links hinterlegt, die zu Mitschnitten von Selbstmordattentaten und ähnlichem Material führen. ... Seit einiger Zeit lässt sich derweil beobachten, dass die GIMF immer mehr in die Hände von Sympathisanten al-Qaidas übergeht, die möglicherweise überhaupt keine direkte Beziehung zu den Terroristen mehr haben. "Die GIMF ist eine islamische Medienbasis im Internet. Sie ist die Botschafterin der Mudschahidin. Wenn die Amerikaner meinen, sie könnten das Internet als ihr Eigentum betrachten und es beherrschen, dann werden wir den Zauber gegen den Zauberer wenden. Die GIMF gehört niemandem. Sie ist das Eigentum aller Muslime", verkündete ihre arabische Führung vor fast genau einem Jahr. Mittlerweile zähle die GIMF eher zu den "Produzenten", die Terrormaterial "reformatieren und ummodeln, um es attraktiver zu machen", sagt der norwegische Experte Brynjar Lia in einem aktuellen Artikel im Sicherheits- und Geheimdienstmagazin "Jane's". Allerdings diene dies eben auch dem Gewinnen neuer Rekruten. ... "Wir werden uns die Seite nun sehr genau anschauen", kündigte "Google Deutschland"-Sprecher Keuchel ... an. "Man muss gucken, ob die Inhalte gegen unsere Nutzungsbedingungen und deutsches Recht verstoßen, damit wir sehen, ob wir eine Handhabe haben, die Seite zu löschen." Etliche Experten bezweifeln allerdings, dass ein Sperren von Pro-Dschihad-Seiten Erfolg verspricht - mittlerweile gibt es Tausende von ihnen, und für jede gelöschte entstehen zwei neue. "Man könnte vielleicht ein paar Leute erwischen", sagt etwa Thomas Hegghammer, ein anerkannter Experte für al-Qaidas Aktivitäten im Internet. "Aber man wird nie in der Lage sein, den gesamten Fluss radikaler islamischer Propaganda einzudämmen."
Der zu Google gehörende Hostprovider Blogger.com hat der Site gimf-nachrichten.blogspot.com inzwischen folgenden Hinweis vorgeschaltet: CONTENT WARNING: Some readers of this blog have contacted Google because they believe this blog's content is hateful. In general, Google does not review nor do we endorse the content of this or any blog. Auf jeden Fall kann sich mit dem Blog die Polizei die geforderten Experten zur Übersetzung arabischer islamistischer Hasspropaganda schon mal ein Stück weit wieder einsparen, um dem Treiben auch eine positive Seite abzugewinnen.

Und sonst: Die Lobbykrake und die Arbeit von Pressesprechern einmal anders aufbereitet: Volle Packung für Gesundheitsapostel: Die Filmsatire "Thank You For Smoking" präsentiert Mephisto als Lobbyisten der Tabakindustrie. Bei so viel Charme und Bosheit stockt nicht nur Rauchern der Atem.

Die Tücken des Bürger-Journalismus: Genosse mahnt Genossen ab zu Marcels Parteibuch und der Stress mit Haacke: Der Bevölkerung gewidmetes Kunstwerk darf nicht auf private Homepage. Auch zum Thema: Documentary Shines Light on Citizen Journalism. Citizen Journalism: from Pamphlet to Blog is a new 15-minute citizen-produced documentary that takes a quick, informative look at the the genesis and current state of citizen journalism.

Was macht ein gutes Bildungssystem aus? Bildungsmonitor der INSM in der Kritik.

Die polnischen Zwillinge: Neue Satire über Polens Präsidenten. Die "taz" bekommt Schützenhilfe aus Dänemark. Im Streit um die Satire über den polnischen Präsidenten Kaczyinski starteten zwei dänische Künstler eine Aufkleber-Kampagne.

Die Folgen des Anti-Terrorkreuzzugs: Iran profitiert von Anti-Terror-Kampf der USA. Der Anti-Terror-Kampf der USA hat einen unbeabsichtigten Nebeneffekt: Der Einfluss des Iran im Mittleren Osten wächst. Auch kann das Land den Westen im Atomstreit so weiter hinhalten.

Knallharte Nachrichtenselbstkontrolle: Geografisch gefilterte Nachrichten. Um einen Artikel mit Informationen von anonymen Informanten zum Erkenntnisstand der britischen Behörden ohne juristische Probleme veröffentlichen zu können, sperrte die New York Times den Zugriff auf diesen für britische Bürger und lieferte eine Printausgabe ohne den Artikel aus.

<a href="http://del.icio.us/esmaggbe/terror" rel="tag">terror</a>, <a href="http://del.icio.us/esmaggbe/qaida" rel="tag">qaida</a>, <a href="http://del.icio.us/esmaggbe/weblogs" rel="tag">weblogs</a>

4 Comments:

At 11:31 nachm., Anonymous Anonym said...

Man könnte auch iraker oder afgahnen in deutschland entführen und foltern so wie es mit deutschen in diesen ländern gemacht wird.Am besten auch im nahmen gottes.Diese leute sollten sich doch auch etwas in acht nehmen und auch auf ihre geschäfte achten.Es kann immer etwas passieren!!!!!!

 
At 5:30 nachm., Anonymous Anonym said...

Warum Iraker und Afghanen in Germany entführen, am besten gleich die Deutschen Parlamentsköpfe mit der Post(DHL, UPS, GermanParcel, usw.) dorthin schicken und gucken wie weit die sich da durchsetzen können. Was geht uns das an? Wir haben hier in Germany genug Probleme (Arbeitslosigkeit, HARTZ IV usw.) Was haben die Deutschen in einem von Amerika angefangenen Krieg zu suchen? Wenn wir uns da nicht einmischen würden hätten wir auch die Terrorfrage nicht! SIEG HEIL! Und jetzt fangt nicht an der 11/9 vergesst es! Schaut euch lieber mal das an! http://www.pentagonstrike.co.uk/pentagon_ge.htm
Die Amis haben das selbst gemacht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 
At 12:50 nachm., Anonymous Anonym said...

Warum geht ihr nicht einfach wieder in eure Löcher zurück ?

 
At 4:57 nachm., Anonymous Anonym said...

Das Forum der GIMF http://gimf5.extra.hu

und ihr Blog

http://gimfblogweb.extra.hu/wordpress/

 

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