2006-11-30

Berliner Hauptbahnhof: Kathedralen-Spinning

--- Der Architekten-Streit um den Berliner Hauptbahnhof schlägt herrliche Spinning-Kapriolen. Vor Jahren noch feierte die Bahn den Bahnhof als "Kathedrale der Mobilität" und rechtfertigte mit diesem Euphemismus einen überteuerten Bahnhof.
Jetzt wird das Projekt für die Bahn teuer: 40 Millionen extra muss sie wohl ausgeben, um den Umbau des Untergeschosses zu finanzieren, weil die Urheberrechte des Architekten verletzt worden sind. Und was sagt der Bahnchef heute dazu: "Wir haben einen Bahnhof bestellt und keine Kathedrale." Na denn.

3 Comments:

At 2:54 nachm., Anonymous marlowe said...

Auch das Wort "bestellt" ist Spinning. Das architektonische Konzept wurde ja nicht "bestellt" und später "abgeliefert", sondern ist in einem langen Abstimmungsprozess zwischen dem Architekturbüro, der Deutschen Bahn entstanden, während dessen die Deutsche Bahn genügend Möglichkeiten hatte, ihre Wünsche zu äußern.

 
At 8:32 nachm., Anonymous Gochsum284 said...

Ich bin doch sehr gespannt, ob Bahn-Chef M. seinen Vertrag erfüllen darf. Eigentlich sollte man von diesem Herrn die Kosten für die Umbauten des Bahnhofes in Berlin eintreiben... Er ist sicher dafür verantwortlich, daß der Bahnhof nicht so gebaut wurde wie von Architekten vorgeschlagen. Das kommt davon, wenn ein großkotziges Projekt hinstllt und dann spart.

 
At 5:48 nachm., Blogger senderin said...

Der Herr Mehdorn ist ein lustiges Kerlchen. Erst ein riesiges Prestigeprojekt auf die Beine stellen wollen und dann einen Rückzieher machen. Ich finde, er soll dafür gerade stehen.

 

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