2007-11-26

BEE-Präsident: Lackmann spricht Tacheles und geht

--- Es kommt selten vor, dass ein Verbandspräsident sich über Lobbying mockiert und deshalb seinen Hut nimmt. der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V. (BEE), Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, hat jetzt zum Januar 2008 seinen Rücktritt erklärt. Das hat er im Interview mit dem Magazin Photon bekannt gegeben. Dazu die Pressemitteilung der Zeitung:
"Im Interview mit dem Solarstrom-Magazin PHOTON erklärt er, dass es für ihn nicht infrage komme, beliebige wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Ihm sei wichtig gewesen, glaubwürdig gegenüber der Politik auftreten. "Das, was von uns jetzt erwartet wird - sowohl von der Branche als auch von der Politik - ist reiner Lobbyismus. Und da sage ich: Tut mir leid, das ist nicht mein Job!"
Zudem kritisiert der BEE-Präsident, dass die Solarlobby daran mitgewirkt habe, Geld aus dem Topf für erneuerbare Energien faktisch für die Förderung fossiler Heizkessel auszugeben. "Wenn ich jetzt sehe, dass BDH (Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V.) und BSW (Bundesverband Solarwirtschaft e. V.) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium vereinbart haben, für Solarthermie mehr zu zahlen, wenn man Brennwertkessel einsetzt - das heißt, dass es letztlich für fossile Heizkessel Geld aus dem Marktanzreizprogramm für erneuerbare Energien gibt -, dann sträuben sich mir einfach die Nackenhaare."
Die Zeiten, dass die Ökos die Gutmenschen und die Energiekonzerne die Bösen sind, haben sich schon seit längerem geändert.

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1 Comments:

At 11:29 nachm., Anonymous Anonym said...

Na also Herr dhs, erst Mister Mahler und nun auch noch Geld für Pauli... Was ist los mit dem deutschen Journalismus?

 

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