2010-09-26

Bushs Spindoktor Karl Rove will die Republikaner pushen

--- George W. Bushs langjähriger Spindoktor und Wegbereiter will die Republikaner zurück an die Macht führen und hat dafür schon kräftig Geld zusammengetragen, berichtet die New York Times:
Already a prominent presence as an analyst on Fox News Channel and a columnist at The Wall Street Journal, Mr. Rove is also playing a leading role in building what amounts to a shadow Republican Party, a network of donors and operatives that is among the most aggressive in the Republican effort to capture control of the House and the Senate. He has had a major hand in helping to summon the old coalition of millionaires and billionaires who supported Mr. Bush and have huge financial stakes in regulatory and tax policy, like Harold C. Simmons, a Texas billionaire whose holdings include a major waste management company that handles some radioactive materials; Carl H. Lindner Jr., a Cincinnati businessman whose American Financial Group includes several property and casualty insurance concerns; and Robert B. Rowling, whose TRT Holdings owns Omni Hotels and Gold’s Gym. Their personal and corporate money — as well as that of other donors who have not been identified — has gone to a collection of outside groups Mr. Rove helped form with Mr. Gillespie, including American Crossroads and Crossroads GPS, which in turn are loosely affiliated with similar groups staffed or backed by other operatives and donors with ties to Mr. Rove. With $32 million and counting, they are now filling the void created by the diminished condition of the Republican National Committee

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2010-09-20

Cameron-Spindoktor im Licht der Öffentlichkeit

--- Nach dem Tony-Blair-Öffentlichkeitsbearbeiter Alastair Campbell spült derzeit mal wieder ein Skandal einen britischen Spindoktor in die Schlagzeilen:
Andy Coulson verhalf David Cameron zu einem makellosen Image, doch nun wird der Spin Doctor des britischen Premiers zur Belastung. Skandale aus seiner Vergangenheit als Chefredakteur eines Boulevardblatts holen ihn wieder ein - die Opposition fordert seinen Rücktritt. ... So wie Alastair Campbell einst Tony Blairs Gedanken prägte, ist Coulson der Einflüsterer von Cameron. Er berät ihn bei Auftritten und Reden, nordet die Presse ein und sorgt so für die richtigen Schlagzeilen. ... Doch wie einst Campbell, der während des Irak-Kriegs zum nationalen Buhmann wurde, erlebt Coulson nun den Alptraum aller Spin-Doktoren: Er ist selbst zur "Story" geworden. Die Medien attackieren ihn, Gerichtsklagen drohen, erste Politiker fordern seinen Rücktritt. ... Die Vorgeschichte des Skandals reicht weit zurück - bis in Coulsons Zeit als Chefredakteur bei der "News of the World". Damals sollen seine Reporter systematisch Handy-Mailboxen von Hunderten, wenn nicht Tausenden Fußball-Stars, Palastmitarbeitern, Abgeordneten und anderen prominenten Briten abgehört haben. Der ehrgeizige Coulson soll seine Reporter noch angestachelt haben.
Mehr dazu in einem weiteren Bericht von Spiegel Online und im New York Times Magazine.

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Militainment von der Bundeswehr

--- Buchautor Michael Schulze von Glaßer wirft in Telepolis anhand von Beispielen wie "Mörderischer Frieden" einen Blick auf die PR- und Propaganda-Bemühungen der Bundeswehr in Film & Fernsehen:
Bewegte Bilder zur Unterhaltung in den Dienst des Militärs zu stellen – so genanntes Militainment – ist nicht neu. Als Geburtsstunde des Kriegsfilms gilt der 90-sekündige Propagandafilm "Tearing down the Spanish Flag" (USA) von 1898 – nur fünf Jahre nach der ersten Leinwandprojektion bewegter Bilder. ... Im Zeitalter der elektronischen Medien und der globalen Satelliten-Kommunikation begegnen uns schier unvorstellbare Quantitäten und Qualitäten einer öffentlichen Mobilisierung zum Krieg. Sie betreffen die Rolle der Informationsmedien, sowie die massenwirksame Vermittlung von militärischen Konzepten und Szenarien durch elektronische Computerspiele und alle anderen Unterhaltungsmedien. Jährlich unterstützt das Pentagon unzählige dem Militär positiv gesinnte Kriegsfilme. Und auch die Bundeswehr hat die Bedeutung dieser Medien erkannt.

Auf eine kleine Bundestagsanfrage, welches Ziel die Bundeswehr mit der Unterstützung von Filmproduktionen verfolge, antwortete die Regierung: "Medienvorhaben Dritter werden durch das BMVg und die Bundeswehr unterstützt, sofern das Projekt geeignet erscheint, einer breiten Öffentlichkeit objektive Informationen über die Bundeswehr zu vermitteln und das öffentliche Ansehen oder die Akzeptanz ihres Auftrages zu fördern. Dienstliche Belange dürfen den Unterstützungsleistungen nicht entgegenstehen." ... "Die Bundesregierung beabsichtigt nicht, die öffentliche Meinung durch die Unterstützung von Filmprojekten zu beeinflussen."

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